Yoga & Ganzheitlichkeit

schön das du bei meinem Blog vorbeischaust. Ich werde dich hier mit Artikel rund ums Thema Yoga am laufenden halten. 

Was bedeutet Yoga?

Yoga ist eine tiefe Verbundenheit mit dem Inneren und  fördert die Entwicklung eines spirituellen Bewusstseins -  das Heimkehren zu Frieden,  Ganzheit sowie Einheit. 

Das Ziel  ist die Vereinigung von Körper, Geist und Seele und die Harmonisierung mit der Natur und dem Universum. 

In unserer Kultur liegt das Hauptaugenmerk auf unserem physischen Körper. Yoga hingegen sieht den physischen Körper als Spiegelung des Astralkörpers. Die verschiedenen Yogatechniken (Asana, Pranayama, Meditation) dienen in erster Linie der Stärkung und Heilung unserer Astralstrukturen, da sie direkt zur körperlichen Gesundheit führen. 

Asanas sind bestrebt bestimmte äußere Aspekte zu stärken, aber immer mit einer inneren Qualität. Gleichgewichtsübungen wie z.B. Bakasana fördern somit nicht nur das äußere sondern auch das innere Gleichgewicht. Die am schnellsten beobachtbaren Wirkungen der Asana-Praxis sind jedoch die physischen Wirkungen (Hormonsystem, Nervensystem, Skelettsystem, Kreislauf und Atmung, Verdauung und Ausscheidung).

Yogasutra - die 8 Stufen des Patanjali

Patanjali ist ein indischer Gelehrter und hat jene acht Stufen des Yoga-Pfades entwickelt, die heute noch die Grundlage des klassischen Yoga bilden.  Diese 8 Stufen sind ein Leitfaden für unseren Yogaweg um die Hindernisse, die den Geist aus der Ruhe bringen, zu überwinden und innere Freiheit zu erreichen. 

Die beschriebenen Regeln bauen aufeinander auf, ergänzen einander und bilden eine Einheit. 

1. Yamas – der Umgang mit der Umwelt 
2. Niyamas – der Umgang mit sich selbst
3. Ãsanas – der Umgang mit dem Körper
4. Prãnãyãma – der Umgang mit dem Atem
5. Pratayãhãra – der Umgang mit den Sinnen
6. Dhãranã – Konzentration
7. Dhyãna – Meditation
8. Samãdhi – das Höchste: die innere Freiheit

Yama - der Umgang mit der Umwelt

Yama bedeutet Einschränkung, Beenden und soll zur Überwindung von Tamas und Rajas dienen. Die 5 Verbote konzentrieren sich darauf, eine Interaktion mit der Umwelt zu sensibilisieren. Der Weg zum innersten Selbst beginnt im Außen, im positiven, liebevollen und ehrlichen miteinander. 


1. Ahimsa = Nichtverletzten, du sollst nicht töten
Dieses Gesetz ist nicht nur als Unterlassen von Verletzen zu betrachten, sondern auch als eine geistige Einstellung, in der es kein Verletzen gibt. Eine positive Zuwendung und das Erleben von Verbundenheit und Freude ist hier wichtig. In der Praxis bedeutet das, dass folgendes verboten ist: 

  • Körperliche Verletzung und das Töten von Mensch und Tier,
  • Zerstören von unbelebten Gegenständen
  • Verbale Angriffe, Beschimpfungen, üble Nachrede, Mobbing
  • Hass- und Rachegefühl, Verwünschungen, Schadenfreude
  • Andere durch Forderungen u. Erwartungen unter Druck setzen
  • Achtlos mit dem eigenen Körper umgehen (Alkohol, Drogen)



2. Satya = Verbundenheit, Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit, Nichtlügen
Anstreben eines inneren Zustandes in dem die Verbundenheit der Wahrhaftigkeit tiefer entsteht. Wichtig ist , Satya im Blickwinkel des Ahimsa zu sehen. Wenn unsere Offenheit anderen Verletzt, gilt: Ahimsa Panama dharma --> Ahimsa ist das höchste Gesetzt

3. Asteya = du sollst nicht stehlen
Uns nicht aneignen, was uns nicht gehört. Die wahren Besitzverhältnisse sollen im Sinn der Wahrhaftigkeit (Satya) gewahrt bleiben.

4. Brahmacharya = sich im Bewusstsein bewegen, enthaltsam leben
Unter diesem Verbot wird ein Bewusstseinszustand verstanden, der so sehr im Göttlichen aufgegangen ist, dass jeder Gedanke und jedes Verlangen nach Sexualität transzendiert wurde. Brahmacharya bezieht sich auf den physischen Ausdruck, aber auch auf die Geisteshaltung des Loslassens. Dies bildet die Grundlage der Enthaltsamkeit. Wirkliches Brahmacharya beginnt im Geist. Wer physisch Enthaltsam lebt, jedoch an Sexualität denkt, der ist weit davon entfernt Brahmacharya zu leben. Wenn man jedoch in einer Beziehung ist, muss wiederum Ahimsa im Vordergrund stehen. So darf ich meinen Partner nicht verletzen indem ich enthaltsam lebe. Bereits ein achtsamer Umgang mit sexueller Energie ist wichtig. 

5. Aparigraha = Unbestechlichkeit, Gierlosigkeit
Dieses Verbot möchte unser kopfloses Streben nach mehr kontrollieren, indem eine Haltung von Zufriedenheit aufgebaut wird. Innerlich freiwerden und Abstand von Gier gewinnen. Es ist wichtig, dass egal was ich bekomme und mir geboten wird, ich mich nicht von der Wahrheit abbringen lasse un d ich nicht bestechlich bin.