Yoga & Ganzheitlichkeit

schön das du bei meinem Blog vorbeischaust. Ich werde dich hier mit Artikel rund ums Thema Yoga am laufenden halten. 

Außerdem findest du Meditationen zu ausgewählten Themen. {für die angeleiteten Meditationen, sende mir eine Anfrage via Email}

Was bedeutet Yoga?

Yoga ist eine tiefe Verbundenheit mit dem Inneren und  fördert die Entwicklung eines spirituellen Bewusstseins -  das Heimkehren zu Frieden,  Ganzheit sowie Einheit. 

Das Ziel  ist die Vereinigung von Körper, Geist und Seele und die Harmonisierung mit der Natur und dem Universum. 

In unserer Kultur liegt das Hauptaugenmerk auf unserem physischen Körper. Yoga hingegen sieht den physischen Körper als Spiegelung des Astralkörpers. Die verschiedenen Yogatechniken (Asana, Pranayama, Meditation) dienen in erster Linie der Stärkung und Heilung unserer Astralstrukturen, da sie direkt zur körperlichen Gesundheit führen. 

Asanas sind bestrebt bestimmte äußere Aspekte zu stärken, aber immer mit einer inneren Qualität. Gleichgewichtsübungen wie z.B. Bakasana fördern somit nicht nur das äußere sondern auch das innere Gleichgewicht. Die am schnellsten beobachtbaren Wirkungen der Asana-Praxis sind jedoch die physischen Wirkungen (Hormonsystem, Nervensystem, Skelettsystem, Kreislauf und Atmung, Verdauung und Ausscheidung).

~ Neumondmeditation ~

Die Neumondphase steht für das Manifestieren deiner Wünsche und Träume und für die Dankbarkeit.
In dieser Phase pflanzen wir gedanklich Samen, die zu unseren Wünschen heranwachsenden können.

<>Die Meditation bekommst du direkt per Email zugeschickt , klicke auf das Bild und sende mir eine Anfrage<>

Was du brauchst:

Für die Meditation

  • Kissen, Decke
  • Suche dir einen ruhigen, ungestörten Platz wo du für ca 20 Minuten ganz für dich sein kannst
  • Eventuell eine Kerze & Räucherstäbchen

Ich lade dich danach noch zu einem Neumondritual ein. 

Dafür brauchst du:

  • ein Notizbuch & einen Stift
  • Eventuell Entspannungsmusik

*Nach der angeleiteten Meditation schreibe bis zu 10 Personen auf, die dir im vergangenen Monat gut getan haben und für die du besonders dankbar bist. Konzentriere ich auf jede Person und schicke ihr/ihm positive Energie und Dankbarkeit.

*Nun schreibe deine Wünsche und Träume auf. Gehe nun jeden einzelnen Wunsch durch, schließe deine Augen, widme ihm bewusst Zeit und Energie. 

*Zum Schluss lasse deine Wünsche bewusst los. Schicke sie auf eine Reise. Entlasse sie ins Universum, mit dem Vertrauen, dass sie sich erfüllen werden.

Yogasutra - die 8 Stufen des Patanjali

Patanjali ist ein indischer Gelehrter und hat jene acht Stufen des Yoga-Pfades entwickelt, die heute noch die Grundlage des klassischen Yoga bilden.  Diese 8 Stufen sind ein Leitfaden für unseren Yogaweg um die Hindernisse, die den Geist aus der Ruhe bringen, zu überwinden und innere Freiheit zu erreichen. 

Die beschriebenen Regeln bauen aufeinander auf, ergänzen einander und bilden eine Einheit. 

1. Yamas – der Umgang mit der Umwelt 
2. Niyamas – der Umgang mit sich selbst
3. Ãsanas – der Umgang mit dem Körper
4. Prãnãyãma – der Umgang mit dem Atem
5. Pratayãhãra – der Umgang mit den Sinnen
6. Dhãranã – Konzentration
7. Dhyãna – Meditation
8. Samãdhi – das Höchste: die innere Freiheit

Yama - der Umgang mit der Umwelt

Yama bedeutet Einschränkung, Beenden und soll zur Überwindung von Tamas und Rajas dienen. Die 5 Verbote konzentrieren sich darauf, eine Interaktion mit der Umwelt zu sensibilisieren. Der Weg zum innersten Selbst beginnt im Außen, im positiven, liebevollen und ehrlichen miteinander. 


1. Ahimsa = Nichtverletzten, du sollst nicht töten
Dieses Gesetz ist nicht nur als Unterlassen von Verletzen zu betrachten, sondern auch als eine geistige Einstellung, in der es kein Verletzen gibt. Eine positive Zuwendung und das Erleben von Verbundenheit und Freude ist hier wichtig. In der Praxis bedeutet das, dass folgendes verboten ist: 

  • Körperliche Verletzung und das Töten von Mensch und Tier,
  • Zerstören von unbelebten Gegenständen
  • Verbale Angriffe, Beschimpfungen, üble Nachrede, Mobbing
  • Hass- und Rachegefühl, Verwünschungen, Schadenfreude
  • Andere durch Forderungen u. Erwartungen unter Druck setzen
  • Achtlos mit dem eigenen Körper umgehen (Alkohol, Drogen)



2. Satya = Verbundenheit, Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit, Nichtlügen
Anstreben eines inneren Zustandes in dem die Verbundenheit der Wahrhaftigkeit tiefer entsteht. Wichtig ist , Satya im Blickwinkel des Ahimsa zu sehen. Wenn unsere Offenheit anderen Verletzt, gilt: Ahimsa Panama dharma --> Ahimsa ist das höchste Gesetzt

3. Asteya = du sollst nicht stehlen
Uns nicht aneignen, was uns nicht gehört. Die wahren Besitzverhältnisse sollen im Sinn der Wahrhaftigkeit (Satya) gewahrt bleiben.

4. Brahmacharya = sich im Bewusstsein bewegen, enthaltsam leben
Unter diesem Verbot wird ein Bewusstseinszustand verstanden, der so sehr im Göttlichen aufgegangen ist, dass jeder Gedanke und jedes Verlangen nach Sexualität transzendiert wurde. Brahmacharya bezieht sich auf den physischen Ausdruck, aber auch auf die Geisteshaltung des Loslassens. Dies bildet die Grundlage der Enthaltsamkeit. Wirkliches Brahmacharya beginnt im Geist. Wer physisch Enthaltsam lebt, jedoch an Sexualität denkt, der ist weit davon entfernt Brahmacharya zu leben. Wenn man jedoch in einer Beziehung ist, muss wiederum Ahimsa im Vordergrund stehen. So darf ich meinen Partner nicht verletzen indem ich enthaltsam lebe. Bereits ein achtsamer Umgang mit sexueller Energie ist wichtig. 

5. Aparigraha = Unbestechlichkeit, Gierlosigkeit
Dieses Verbot möchte unser kopfloses Streben nach mehr kontrollieren, indem eine Haltung von Zufriedenheit aufgebaut wird. Innerlich freiwerden und Abstand von Gier gewinnen. Es ist wichtig, dass egal was ich bekomme und mir geboten wird, ich mich nicht von der Wahrheit abbringen lasse un d ich nicht bestechlich bin. 


Niyama - Vorschläge für ein harmonisches, ausgeglichenes friedvolles Leben

Niyama sind sozusagen interen Lifesyle Codes und bilden das innere Fundament der Yogapraxis und des spirituellen Pfades.


1. Saucha = Sauberkeit
Da Unreinheiten klare Hindernisse in unserer spirituellen Evolution (mental, physisch und emotional) sind, ist die Reinigung auf allen Ebenen unseres Seins eine Notwendigkeit die unsere Yogapraxis wachsen lässt. 

  • Achte auf deine Ernährung (basisch,enzymreich, pfanzen-basiert, nicht zu scharf, ölig oder salzig, saisonale & regionale Nahrung, frische Zubereitung)
  • Saubere Wohnung (sorge für einen sauberen Schlaf und Wohnplatz, Pflanzen & offene Räume)
  • Auf der Yogamatte --> Verbindlichkeit & Hingabe (versuche stets im Moment zu sein, im Hier&Jetzt)
  • Loslassen von Ängsten, Traumata, negativen Gedanken und Handlungen


2. Santosha = Zufriedenheit
Lasse von deinen konditionierten Erwartungen und Vorstellungen wie etwas sein sollte los. In dem du annimmst und schätzt wie die Situation wirklich ist, kultivierst du Zufriedenheit. Akzeptanz und das Annehmen des momentanen Zustandes schafft inneren Frieden.
Santosha heißt zusammengefasst: IM JETZT LEBEN UND ANNEHMEN WAS IST

Wir können dankbar sein für all das, was wir haben und besitzen. Wir können lernen, unseren Körper anzunehmen wie er ist. Akzeptiere jeden Moment, sei im Hier & Jetzt, nimm ihn an und wahr, anstatt ihn verändern zu wollen. Diese Selbstreflexion führt on and off te mat zu mehr Aufmerksamkeit in deinem Leben.

3. Tapas = Disziplin
Tapas ist das Feuer, das Hindernisse verbrennt. Es steht für Leidenschaft in der persönlichen Praxis und lässt uns unsere größten Wünsche, Träume und Ziele erreichen. Die Leidenschaft zur Sache unterstützt uns dabei fokussiert zu bleiben. 
Mentale Unreinheiten werden in unserem Körper zerstört. Tapas ist notwendig, um den Körper gesund zu halten und zur inneren Essenz zu finden. 

4. Svadhyaya = Studieren des Selbst
Svadhyaya ist das Herz der Yogapraxis. Es ist der Spiegel unserer Seele und zeigt uns essentielle Dinge über uns Selbst. Es geht um das Lernen über das Selbst und die Natur des Wesens. So können wir tiefe spirituelle Einsicht und persönliche Transformation erfahren. Du spürst Verbundenheit zum Universum, der Seele sowie Existenz und erfährst ein Einheitsverständnis fern von dualen Gedankengut. 

5. Ishvara Pranidhana = Hingabe zum Göttlichen
Dieses Niyama erreichen wir durch bewusste Hingabe zum Göttlichen. Der spirituelle Pfad ist ein aktiver. Es bedarf an Fokus, Entschlossenheit und Überzeugung. Wir kultivieren durch Ishvara Pranidhana Selbstlosigkeit und unser Ego löst sich auf. 


ASANA = Körperübungen

Die 3. Stufe bildet den Beginn der meditativen Übungspraxis. Die Körperhaltungen bilden die Grundlage für die Mediation. Asana bedeutet unseren Körper kontrollieren zu lernen. Der Körper soll einerseits still gehalten werden und andererseits ohne Anstrengung sein. 
Asana bedeutet entspanntes, friedvolles sitzen. Ohne jede Mühe. Sie ist leicht, angenehm, glückvoll. Ein dankbares Empfangen. 


Pranayama = Atemkontrolle

Durch Pranayama gewinnen wir Einfluss auf unseren Pranakörper. Die Bewegung von Ein- und Ausatmung wird bewusst kontrolliert. Pranayama Übungen zählen als wirksame Vorbereitung für die Meditation. Kevala Kumbhaka ist das spontane Stillstehen der Atmung in tiefer Meditation und hat eine sehr wichtige Bedeutung. 
Wenn unsere Meditation tiefer wird, kann man beobachten, dass unsere Atmung feiner und dünner wird. Auf Ebene des Kevala Kumbhaka steht der Atem still und unser Pranakörper (Energiekörper) ist mit dem kosmischen Pranakörper synchronisiert. 


Pratyahara = Zurückziehen der Sinne

Pratyahara spielt im Prozess des Yoga eine besondere Rolle. Es ist da Tor, dass von den äußeren Stufen (Yama, Niyama, Asana, Pranayama) zu den inneren Stufen (Dharna, Dhyana) führt. Es ist ein Vorgang, der das Aufnehmen von äußeren Elementen blockiert bzw. abwehrt. Eine Reduktion zur Außenwelt durch 2 Stufen: 
1. die äußere Stufe: das Zurückziehen der Sinne und von Sinnesobjekten (Schließen der Augen)
2. die innere Stufe: das Zurückziehen des Geistes von den Sinnesorganen (man nimmt äußere Eindrücke nicht wahr, obwohl die Augen geöffnet sind)


Dharana = Konzentration

Wir beginnen in immer feinere und subtilere Ebenen unseres Seins vorzudringen. Kontzentration verhilft uns in jeder Lebenslage zu mehr Klarheit, besseren Leistungen und erhöhter Lebensfreude. Wir versuchen durch Konzentration auf ein bestimmtes Meditationsobjekt alle Gedankenwellen zu konzentrieren. Dies ermöglicht eine Vertiefung des zurückziehen der Sinne und der Geist verändert sich vom konzentrierten Wachzustand zum meditativen Zustand. Konzentration ist das Tor zur Meditation. 


Dhyana = Meditation

Dhyana ist eine spontane folge tiefer Konzentration und kann nicht erzwungen werden. Sie kommt von selbst, wenn die Voraussetzung dafür geschaffen wurde. Es kommt zu einem Fließen, einem ruhigen, gleichmäßigen Srörmen der Aufmerksamkeit. Eine Erfahrung tiefer Stille und bewussten Hierseins. 
Es gibt 3 Bewusstseinszustände: 
1. Jagat Avastha: Wachzustand, Tagesbewusstsein
2. Svapna Avastha: Träumen, Unterbewusstsein wird aktiv
3. Sushupi Avastha: traumloser Tiefschlaf, Tages - und Unterbewusstsein ruhen

Samadhi = Überbewusstsein

Samadhi bedeutet Sammlung, Einheitserfahrung. Man ist aus seiner normalen begrenzten Seinsphäre ausgetreten und hat das Reich der gewöhnlichen Erfahrung die durch Dualität und Wechselhaftigkeit gekennzeichnet wird verlassen. Samadhi ist die Krönung der Yoga Praxis.